Das Bundesarchiv

Navigation

Filmhersteller

Allgemeiner Hinweis zur Nutzung der Anwendung

Die Anwendung unterstützt Filmhersteller bei der Registrierung von Filmen durch eine Benutzerführung und eine automatische Fehlerassistenz. Dabei werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen zugrunde gelegt.

Wer ist zur Registrierung eines Filmwerks verpflichtet?

Zur Registrierung ihrer Filmwerke sind alle Hersteller oder Mithersteller von Kinofilmen verpflichtet, die ihren Sitz oder eine Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland haben.

Was sind registrierungspflichtige Kinofilme?

Kinofilme im Sinne des Gesetzes sind Filme, die

Programmfüllende Kinofilme sind grundsätzlich registrierungspflichtig. Für nicht programmfüllende Filme müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Wann gilt ein Kinofilm als programmfüllend?

Programmfüllend sind Kinofilme mit einer Vorführdauer von mindestens 79 Minuten. Kinderfilme gelten bereits mit einer Laufzeit von mindestens 59 Minuten als programmfüllend.

Wann sind nicht programmfüllende Kinofilme registrierungspflichtig?

Nicht programmfüllende Kinofilme (< 79 Minuten, für Kinderfilme < 59 Minuten) unterliegen der Registrierungspflicht nur, wenn sie

Welche Festivals oder Preisverleihungen stehen hierfür zur Wahl?

Voraussetzung ist, dass es sich um national oder international bedeutsame Festivals oder Preisverleihungen handelt. Das Bundesarchivgesetz beschränkt diese auf die im Filmförderungsgesetz (FFG) genannten Festivals und Preisverleihungen.

Welche Fristen sind zu beachten?

Die Registrierung eines Filmwerks muss binnen zwölf Monaten nach der ersten öffentlichen Aufführung erfolgen. Bestandteil einer Filmregistrierung ist auch die Eintragung des Standorts einer technisch einwandfreien archivfähigen Kopie. Dieser Eintrag kann bereits bei der Registrierung, muss jedoch spätestens zwölf Monate danach erfolgen. Änderungen bezüglich des Lagerorts müssen in der Datenbank unverzüglich hinterlegt werden.

Gilt die Registrierungspflicht rückwirkend?

Das Gesetz hat keine Rückwirkung. Dies bedeutet im einzelnen:

Sofern allerdings Hersteller ihre Filme ohne bestehende Rechtspflicht registrieren, steht dem nichts entgegen, sondern wäre im Gegenteil begrüßenswert.

Wie wird ein Film registriert?

Erstmalige Anmeldung

Vor dem Registrieren eines Filmwerks ist eine Anmeldung als Filmhersteller mit Profildaten, Benutzername und Passwort erforderlich. Nach der Freischaltung des Benutzerkontos durch das Bundesarchiv können Filme in der Datenbank registriert werden.

Eingabehilfe "Anmeldung" mit grafischen Beispielen (PDF)

Was ist bei der Registrierung eines Films zu beachten?

Systemseitige Unterstützung und Eingabehilfen

Die Frage, ob ein Film registrierungspflichtig ist, wird bereits während der Eingabe mit Hilfe einer Fehlerassistenz automatisch unterstützt.
Beispiel: Wenn ein Film eine Laufzeit von nur 70 Minuten aufweist und die oben beschriebenen Kriterien für Kurzfilme nicht erfüllt sind, erscheint eine Fehlermeldung. Der Film kann nicht in die Datenbank eingetragen werden.

Für einige Felder sieht die Anwendung Eingabehilfen (Tooltips) vor. Die entsprechenden Felder sind an blau unterlegten Feldbezeichnungen zu erkennen.

Email-Benachrichtigungen

Über Emails werden Filmhersteller über den Stand ihrer Anmeldung und Filmregistrierung informiert.
Nach der erfolgreichen Erstanmeldung erhalten Filmhersteller eine automatische Benachrichtigung über ihre Freischaltung durch das Bundesarchiv. Ebenso werden Bestätigungen über erfolgte Filmregistrierungen versandt. Zu ihrer Erleichterung werden Filmhersteller außerdem an die fristgerechte Eintragung des Standorts erinnert, sollte dieser nicht zeitgleich mit der Registrierung eines Films hinterlegt worden sein.

Verpflichtende und freiwillige Angaben

Die Anwendung unterscheidet zwischen gesetzlich vorgesehenen Pflichtangaben und ergänzenden, freiwilligen Angaben. Die Pflichtfelder sind überwiegend mit einem roten Sternchen gekennzeichnet (*). Manche Angaben werden jedoch erst durch einen Ersteintrag zu einem Pflichtfeld und sind daher nicht als solche ausgewiesen:
Beispiel: Wenn im Bereich Filmförderung "ja" angekreuzt wurde, sind auch die sich daraus ergebenen weiteren Angaben (etwa Datum der Förderung) verpflichtend einzutragen. Andernfalls erscheint eine systemseitige Fehlermeldung. Optisch wird dies durch ausgegraute (d.h. inaktive) und editierbare (d.h. aktive) Felder unterstützt.
Bei manchen Feldern sind neben einem verpflichtenden Ersteintrag freiwillige Zusatzangaben möglich.
Beispiel: Im Bereich Sprache muss mindestens ein Eintrag erfolgen. Falls ein Film mehrere Sprachen und Spracharten (Untertitel, Abspann etc.) aufweist, können auch diese in einem dafür vorgesehenen Untermenü auf der nächsten Seite eingetragen werden.

Darüber hinaus bietet die Anwendung die Möglichkeit, zahlreiche weitere freiwillige Angaben (z.B. zu den Stabangaben, zum Inhalt, zu den Produktionsländern oder zur FSK-Prüfung) einzutragen. Je detaillierter und umfassender diese Angaben sind, desto mehr trägt jeder Filmhersteller zum Entstehen einer zentralen nationalen Filmografie bei. Hierzu zählt ebenso, dass auf freiwilliger Basis auch retrospektiv Filmwerke ab 1949 eingetragen werden können.

Alle eingetragenen Filmdaten eines Hersteller werden in einer automatisch erstellten Filmliste tabellarisch verwaltet. Auf diese Weise haben Filmhersteller die Möglichkeit, ihre Produktionsdaten an zentraler Stelle nachzuhalten, zu pflegen und bei Bedarf weiterzuverarbeiten. Die Anwendung stellt hierfür eine Vielzahl von Werkzeugen zur Verfügung (z.B. Filter-, Such- und Exportfunktionen), die im Bereich "Aktionen" oberhalb der Filmliste individuell ausgewählt werden können.

Eingabehilfe "Filme registrieren" mit grafischen Beispielen (PDF)

Ausdrucke

Nachdem alle Eintragungen zu einem Film vorgenommen wurden, kann über die Druckfunktion des Browsers ein Kontrollausdruck erstellt werden.

Einschränkungen im Nutzungskomfort

Die Anwendung wurde mit APEX realisiert, einer Entwicklungsumgebung für Oracle-Datenbanken, die in der kurzen Vorbereitungszeit die Implementierung ermöglichte, weil bestimmte Komponenten (z.B. Tabellenansichten oder die Such- und Exportfunktionen in der Toolbar) bereits vorgegeben waren. Nicht überall ließ sich jedoch ein wünschenswerter Nutzungskomfort verwirklichen.

Hierzu gehört, dass sich die Unterseiten für freiwillige Zusatzangaben grundsätzlich erst öffnen lassen, wenn alle Pflichtangaben auf der Seite des jeweiligen Ersteintrags geleistet wurden.
Beispiel: Ein Filmhersteller kann über den dafür vorgesehenen Button weitere Mithersteller eintragen. Die dafür erforderliche Unterseite öffnet sich jedoch erst, wenn alle Pflichtfelder (z.B. Filmart und Materialangaben) auf dieser Seite gefüllt sind.

Ebenso sind Spalten- und Schriftgrößen nicht individuell konfigurierbar. Es lässt sich lediglich die Seitenansicht über die Steuerzeichen + / - individuell anpassen.

Die Voreinstellung der Benutzeroberfläche führt dazu, dass die Seitenansicht teilweise nicht in Gänze dargestellt wird und die Nutzung der Scrollbalken erforderlich wird. Manche Buttons (z.B. "Film registrieren") sind daher nicht bei jedem Anwendungsschritt unmittelbar sichtbar.

Manche Fehlermeldungen sind noch nicht hinreichend eindeutig und müssen im Zuge einer Anpassungsprogrammierung nachgebessert werden.

Service

Bei der Registrierung von Filmwerken sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesarchivs gerne behilflich. Für weitere Fragen stehen wir Mo-Fr von ca. 9.00-16.00 Uhr unter der Rufnummer 030/187770-936 zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie sich über unser Kontaktformular schriftlich an uns wenden.