Das Bundesarchiv

Navigation

Zentrale Registrierung für deutsche Kinofilme beim Bundesarchiv

Was bedeutet Registrierung von Kinofilmen?

Die Sicherung des nationalen Filmerbes ist eine Aufgabe von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung und schließt seine filmografische Dokumentation ein. Ein zentraler Nachweis der Kinofilmproduktion in der Bundesrepublik Deutschland war bisher jedoch nicht gegeben.

Mit Inkrafttreten einer Novellierung des Bundesarchivgesetzes am 4. Juli 2013 werden Filmhersteller verpflichtet, deutsche Kinofilme in einer Datenbank zu registrieren.

Beim Bundesarchiv als dem zentralen deutschen Filmarchiv entsteht somit erstmals eine lückenlose, einheitliche und an einer Stelle gebündelte Übersicht aller öffentlich aufgeführten und für das Kino bestimmten deutschen Filme.

Die Datenbank wird vom Bundesarchiv redaktionell betreut und qualitätsgesichert. Interessierten Besuchern stehen die wesentlichen Informationen zu jedem registrierten Film für eine Suche ohne Anmeldung zur Verfügung. Ein Filmhersteller muss ein Konto anmelden, um Filmdaten eingeben und dauerhaft verwalten zu können.

Welche Informationen werden erfasst?

Dokumentiert werden alle programmfüllenden deutschen Filme. Nicht programmfüllende Filme sind registrierungspflichtig, sofern sie öffentlich aufgeführt, mit öffentlichen Mitteln gefördert oder mit einem nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet wurden. Bei einer Filmregistrierung muss der Filmhersteller eine Reihe von Angaben verpflichtend eintragen, die sich aus den Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes ergeben oder die eindeutige Identifizierung eines Filmwerkes entsprechend des Standards DIN EN 15907 erlauben. Dazu gehören der Titel eines Filmwerks, einige Stabangaben, Daten zu Produktion, Aufführung oder Filmförderung und Beschaffenheit sowie Standort eines archivfähigen Exemplars. Darüber hinaus bietet die Datenbank einem Filmhersteller mit weiterführenden Informationen die Möglichkeit, seinen Produktionsbestand filmografisch umfassender zu beschreiben und die Daten in verschiedenen Strukturen für eine Weiternutzung an anderer Stelle zu exportieren. So können neben der gesetzlich geforderten ersten öffentlichen Aufführung alle folgenden dokumentiert werden, ebenso alle Festivalteilnahmen, Förderungen, Stabangaben oder auch der Filminhalt.

Weiterführende Informationen

Gesetzentwurf (Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/12012)